Am Mittwoch, dem 22. Juli 2026, stiegen Mitglieder mehrerer IPA-Regionen sowie deren Begleitpersonen an drei verschiedenen Orten in einen Reisebus, um gemeinsam einen spannenden Tag zu erleben. Während der Fahrt über die Autobahn in Richtung Rheinfelden wurden alle 34 Teilnehmer mit Kaffee und einem kleinen Zopf bewirtet. Nach der Ankunft in Möhlin AG begann die Besichtigung der dortigen Saline.
Salzsaline Riburg (in Betrieb seit 1848)
Die Saline Riburg ist eine von drei Salinen in der Schweiz. Zusammen mit den Salinen Schweizerhalle und Bex gehört sie zu den Schweizer Salinen, die seit 450 Jahren die Salzversorgung der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein sicherstellen.
Wir wurden in zwei Gruppen von kompetenten Personen über die Entstehung, Gewinnung und Produktion von Salz informiert. Die Schweiz benötigt jährlich bis zu 600'000 Tonnen Salz, wovon 30–55 % als Auftausalz (Streusalz) verwendet werden. Der Anteil an Speisesalz ist mit 8 % marginal.
Während des Rundgangs über das Areal der Saline konnten wir das alte Bohrhaus Nr. 7 besichtigen. Von 1920 bis 1963 wurden dort insgesamt 225'300 Tonnen Salzsole an die Oberfläche gepumpt. Darin befand sich auch ein sogenannter Schnellschlagbohrapparat, von dem heute nur noch zwei Exemplare existieren.
Nach der Besichtigungstour konnte alle noch im hauseigenen Shop diverse Salzprodukte einkaufen. Dann ging es in einer kurzen Fahrt nach Rheinfelden weiter.
Die Salzlagerhalle (Saldome 2) ist der grösste freitragende Holzkuppelbau Europas und bietet Platz für bis zu 120'000 Tonnen losen Salz. In einer eindrucksvollen Lasershow, die direkt auf das lose Salz projiziert wurde, wurde der Sinn und Zweck des Auftausalzes visuell dargestellt.
Nach der rund 75-minütigen Besichtigungstour konnten alle im hauseigenen Shop noch diverse Salzprodukte einkaufen. Danach ging es in einer kurzen Fahrt nach Rheinfelden weiter.
Mittagessen
Das Mittagessen wurde im Restaurant Brauwelt im gemütlichen Biergarten serviert. Das Menü beinhaltete als Vorspeise einen kleinen grünen Salat mit Bier-Dressing, als Hauptgang Hörnli und Gehacktes mit Zwiebeln und Apfelmus bzw. die vegane Alternative Teigwaren in einer feinen Sauce und als Dessert Glace mit Früchten. Nach dem Essen wurden wir vor dem Restaurant bereits für die nächste Besichtigung erwartet.
Bierbrauerei Feldschlösschen (gegründet 1876)

Bei der Besichtigung der grössten Bierbrauerei der Schweiz besuchten wir auch die Pferdestallungen, in denen noch immer acht Pferde gehalten werden. Mit diesen Pferden wird in Rheinfelden mit dem Sechsspänner Bier ausgeliefert, wenn sie nicht gerade bei auswärtigen Marketing-Events im Einsatz sind.
Nach einer kurzen Einführung in die Entstehung der Brauerei und einer Übersicht über die benötigten Rohstoffe für die Bierproduktion begann der Rundgang durch das Industrieschloss. Über insgesamt rund 250 Treppenstufen bekamen wir das imposante Sudhaus, die alten Gärbecken und weitere ausser Betrieb genommene Anlagenteile zu sehen. Viele der alten Einrichtungen werden als Würdigung an die Gründer erhalten und können von der Öffentlichkeit besichtigt werden. Aufgrund der Grösse des Areals konnten unmöglich alle Produktionseinrichtungen in den 1 1/2 Stunden besichtigt werden. Es reichte aber für einen Blick auf die Filtrieranlage, in der das Bier von den Heferesten befreit wird. Nach der Abfüllanlage für Gastrofässer ging es zu ehemaligen Fahrzeugen der Brauerei. In einer kleinen Oldtimergalerie konnten einige interessante Exemplare besichtigt werden. Darunter befand sich auch ein umgebautes Feuerwehrfahrzeug, das an Anlässen für den Bierausschank verwendet wird.

Den Abschluss der Besichtigung bildete die Brauwelt. Dort befindet sich die grösste elektronisch gesteuerte Bierzapfanlage mit 25 Stationen. Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums von Feldschlösschen gab es selbstverständlich ein spezielles Jubiläumsbier. Alle Teilnehmenden konnten mit ihrem elektronischen Bierdeckel die angebotenen Biersorten degustieren, wobei die Gesamtmenge auf einen halben Liter pro Person limitiert war. Zu dem Bier gab es ausserdem noch eine Salzbrezel.
Rückfahrt
Nach einem Gruppenfoto vor dem Industrieschloss führte uns die Rückreise über das Laufental nach Delémont, dem Hauptort des Kantons Jura. Über die Autobahn durch den Berner Jura ging es dann zurück nach Biel, wo die ersten aus der Gruppe den Bus verliessen. Für den Rest der Gruppe ging es anschliessend zurück nach Lyss bzw. nach Kallnach, wo der Ausflug auch für die letzten endete.
Stefanie hat uns an diesem Tag mit diversen Überraschungen verwöhnt und souverän durch den Ausflug geführt. Edi unser Chauffeur der Ernst Marti AG hat uns in angenehmer Weise und sicher auf der Strasse von einem zum anderen Ort geführt. Diesen beiden Personen gilt deshalb ein besonderer Dank. Sie haben uns einen erlebnisreichen Tag beschert.
Autor: Jean-Daniel Habegger
Weitere Bilder
Saline Riburg




Bierbrauerei Feldschlösschen




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